Vereinsgeschichte (bis zum 50 jährigen Jubiläum 2004)

Gründung

 

Die Geschichte des Heimatvereins Gadderbaum beginnt im Jahre 1953. Es war die damalige Kreistagsabgeordnete Helene Landgraf, die am 27.03.1953 bei der Gemeinde Gadderbaum die Gründung eines Heimatvereins anregte. Mit ihrem Vorschlag stieß sie beim Gemeinderat nicht auf taube Ohren. Bürgermeister Heinrich Kronshage wurde am 03.06.1953 beauftragt, mit interessierten Bürgern Gespräche über die Bildung eines Heimatvereins zu führen. Er traf sich am 18.12.1953 mit Pastor Eduard Wörmann, Rektor Ludwig Reese, Gemeinderrat Wilhelm Grau, Helene Landgraf, Dr. phil. Carl Schmidt und Gemeindedirektor Hubert Gehlen, um die Vereinsgründung zu besprechen und eine Liste mit denkbaren Mitgliedern zu erstellen.

Und dann ging es recht schnell weiter. Schon am 24.07.1954 fand die Gründungsversammlung in der Heimvolkshochschule Bethel (Lindenhof) statt, und die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte am 05.04.1955 (siehe Anhang). 28 Männer und Frauen gehörten zu den Gründungsmitgliedern. Das Foto zeigt einige von ihnen.



Die Startbedingungen für die Gründung eines Heimatvereins waren sicher nicht gerade günstig. Es war die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Einheimischen waren dabei, die verursachten Schäden zu beheben, und die Vertriebenen versuchten, hier ein neues Zuhause zu finden. Die Gemeinde bestand aus zwei Teilen, nämlich aus Bethel und dem Eggetal. Eine Verbindung dieser beiden Ortsteile mit öffentlichen Verkehrsmitteln gab es nicht. Nicht einmal die Postanschriften waren einheitlich. Die Betheler fanden Arbeitsplätze im Anstaltsbereich, die Eggetaler arbeiteten zum größten Teil in Bielefelder oder Brackweder Betrieben. Das Eggetal bekam Gas aus Brackwede und Strom aus Bielefeld, Bethel war Eigenversorger.

 

Und so war die Frage sicher berechtigt: Ist trotz all dieser Schwierigkeiten ein Vereinsleben möglich? Fühlen sich die Einwohner überhaupt als Gadderbaumer? Der erste Vortrag in der ersten Versammlung des Heimatvereins von Dr. Carl Schmidt befasste sich deshalb auch mit dem Thema: „Wie kann uns Gadderbaum zur Heimat werden“.

Heute kann man sagen: Gut, dass sich die Gründerväter und –mütter nicht entmutigen ließen. Nach 50 Jahren kann der Verein auf erfolgreiche Arbeit zurückblicken, wie auf den folgenden Seiten zu lesen ist.

 

Mitglieder

 

Bei der Gründung des Heimatvereins wurden 47 Gadderbaumerinnen und Gadderbaumer Mitglied. Diese Zahl wuchs bis 1964 auf 74, 1974 waren es bereits 159 Mitglieder, 1984 sogar 223 und 1994 = 257 Mitglieder. Seitdem schrumpft leider die Mitgliederzahl und liegt jetzt bei 200. Das ist sicher der allgemeine Trend bei Vereinen. Ältere Mitglieder sterben und junge Menschen lassen sich schwer für die Arbeit der Heimatvereine begeistern. Der Heimatverein Gadderbaum braucht aber Nachwuchs, um die Arbeit erfolgreich weiter zu führen, und freut sich über jedes neue Mitglied.

 

Gebiet

 

Im Gründungsjahr richtete der Heimatverein sein Augenmerk auf das Gebiet der damals selbständigen Gemeinde Gadderbaum, also in erster Linie auf Bethel und das Eggetal. Das änderte sich durch die große Gebietsreform zum 01.01.1973. Gadderbaum wurde ein Stadtbezirk der Großstadt Bielefeld und 1975 wurden die Bereiche westlich der Artur-Ladebeck-Straße, also das Gebiet Haller Weg / Langenhagen und das Johannistal dem Stadtbezirk Gadderbaum zugeschlagen.

Damit sind die Grenzen des Stadtbezirks fast identisch mit der Grenze der ehemaligen Gemeinde Gadderbaum bis 1900, als große Teile durch einen Eingemeindungsvertrag zur Stadt Bielefeld kamen (siehe Plan auf der nächsten Seite). Bauernhaus Museum und Botanischer Garten gehören nun wie der Johannisfriedhof, der Johannisberg und der Tierpark Olderdissen zum Stadtbezirk Gadderbaum.

 

Mit der Gebietserweiterung wuchsen auch die Zuständigkeiten und Aufgaben des Heimatvereins, natürlich auch die Probleme. Wie schafft man ein Zusammenwachsen zweier Bezirke, die 75 Jahre getrennt waren und für die die Verkehrsstränge „Artur-Ladebeck-Straße / Ostwestfalendamm / Bundesbahn“ zusätzlich schwer zu überwindende Barrieren sind?

Die Aufgabe ist noch nicht befriedigend erfüllt.   



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